
Ein Wochenende voller Emotionen liegt hinter der Grefrather EG. Zwischen Enttäuschung, Frust, Kampfgeist und grenzenlosem Jubel erlebte der Phoenix zum Auftakt der Regionalliga-Relegationsrunde ein echtes Wechselbad der Gefühle.
Bitterer Derby-Abend gegen die Black Tigers Moers
Vor 635 Zuschauern im heimischen EisSport & EventPark sollte das mit Spannung erwartete Niederrhein-Derby ein Signal zum Start in die Relegation setzen – stattdessen folgte Ernüchterung. Gegen konzentriert auftretende Moerser fand Grefrath über die komplette Spielzeit nicht ins eigene Spiel. Eine zu hohe Fehlerquote und fehlende Konsequenz ermöglichten es den Gästen, ihre Chancen konsequent zu nutzen.
Roby Haazen sorgte in der 26. Minute für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Marlon Alves de Lima vier Minuten vor Schluss noch auf 2:4 verkürzte. Doch der erhoffte Umschwung blieb aus.
Zusätzlich wurde die Partie nachträglich mit 0:5 für Moers gewertet. Grund war ein Formfehler bei der Mannschaftsaufstellung: Die Grefrather EG hatte die erlaubte Anzahl an Ü23-Spielern überschritten – ein weiterer bitterer Rückschlag.
GEG-Coach Christian Tebbe zeigte sich selbstkritisch:
„Die Enttäuschung war sehr groß. Wir sind von Beginn an nicht in unser Spiel gekommen, haben unsere Chancen nicht genutzt und dadurch Frust entwickelt. Moers hat die Powerplays eiskalt genutzt. Unsere Körpersprache hat nicht gepasst – es wirkte, als wären wir nicht bereit.“
Charaktertest bestanden beim Neusser EV
Mit entsprechendem Druck reiste der Phoenix am Sonntag zum Neusser EV, der zuvor Moers deutlich besiegt hatte. Doch diesmal zeigte Grefrath die geforderte Reaktion.
Zwar geriet das Team früh mit 0:1 in Rückstand, doch im zweiten Drittel entwickelte sich eine intensive und spannende Partie auf Augenhöhe. Kapitän Andreas Bergmann erzielte in der 27. Minute den Ausgleich. Sven Schiefner nutzte eine doppelte Überzahlsituation zur Grefrather Führung, ehe Neuss noch vor der Pause zum 2:2 ausglich.
Auch im Schlussabschnitt blieb es dramatisch. Nach erneutem Rückstand bewies der Phoenix Moral. Roby Haazen traf in der 55. Minute zum 3:3, ehe Sven Schiefner in der 59. Minute mit seinem Treffer zum 4:3 für grenzenlosen Jubel bei den mitgereisten Fans sorgte. In den Schlusssekunden retteten Torhüter Leon Jessler mit einem spektakulären Save sowie einmal der Torpfosten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Tebbe sprach nach dem Spiel von einer „Achterbahn der Gefühle“:
„Wir sind deutlich besser ins Spiel gekommen und haben als Team nie aufgegeben. Über Kampf und Leidenschaft haben wir uns immer wieder hineingearbeitet. Am Ende haben wir uns das nötige Glück hart erarbeitet. Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg.“
Relegation bleibt völlig offen
Mit je einem Sieg und einer Niederlage aus den ersten beiden Spielen bleibt im Kampf um den direkten Klassenerhalt weiterhin alles offen. Der Phoenix hat Moral bewiesen und sich eindrucksvoll zurückgemeldet.
Am kommenden Freitag steht nun das Rückspiel gegen Neuss an der Stadionstraße an. Klar ist: Grefrath hat gezeigt, dass diese Mannschaft lebt – und bereit ist, für den Klassenerhalt alles zu investieren.
(Pressemitteilung Grefrather EG, 24.02.2026, Fotos: GEG)
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