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Grefrather Eissportgemeinschaft GEG e.V.

 

Grefrath Phoenix bezwingen Neusser EV im Niederrhein-Derby
erstellt von Pressesprecher Daniel Randerath - Foto Gerd Gisbertz
25.02.18     Klicks:1081     A+ | a-
Andreas Bergmann vor dem Neusser Tor.
Andreas Bergmann vor dem Neusser Tor.
In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga erwischte die Grefrather EG einen regelrechten Traumstart. Nach dem 5:4-Sieg am Freitag über Landesliga-Meister Wiehl bezwangen die Blau-Gelben am Sonntagabend auch den Regionalligisten Neusser EV mit 4:1 (1:0,1:1,2:0).
 
Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte. Nur die Allerwenigsten hätten der GEG, die in der Landesliga-Vorrunde zuletzt nicht immer ganz souverän aufgetreten war, einen solchen Start in die Aufstiegsrunde zugetraut. Nicht nur, dass mit dem Derby-Nachbarn aus Neuss der absolute Favorit der Final-Runde an der Grefrather Stadionstraße zu Gast war. Zahlreiche Verletzungen und die im Moment grassierende Grippe hatten den Grefrather Kader für das Spiel gegen den NEV auf ganze 11 Spieler sowie Oliver Nilges und seinen Backup Sven Budde im Tor zusammenschrumpfen lassen.

“Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie” könnte an diesem Abend die treffende Devise für das Team von der Niers gewesen sein. Aufgrund einer Zuschauer-Aktion waren zahlreiche Dauerkarteninhaber der Krefeld Pinguine der Grefrather Einladung gefolgt und sorgten so gemeinsam mit den stimmungsvollen Grefrather und Neusser Anhängern für eine würdige Derby-Kulisse.
 
Im ersten Spielabschnitt sahen die gut 300 Zuschauer im Grefrather EisSport & EventPark zunächst zwei Teams, die sich respektvoll abtasteten, ehe die Begegnung dann doch mehr und mehr an Fahrt aufnahm. Auch mit minimalem Kader ließ sich Grefrath nicht einschnüren und begegnete den favorisierten Gästen vom Rhein durchaus auf Augenhöhe. Das Engagement der Phoenix sollte sich auszahlen, denn in der 18. Minute gelang es Gerrit Ackers, den Neusser Keeper Ken Passmann per Distanzschuss erstmals zu überwinden. Grefraths Youngster Tobias Meertz und Max Parschill hatten den gefürchteten Blueliner während eines Überzahlspiels in Position gebracht.
 
Die Neusser Gäste erhöhten nach der ersten Pause das Tempo und setzten nun das Team von der Niers stärker unter Druck. NEV-Stürmer Sven Schiefner, in der Vorsaison selbst noch für Grefrath auf dem Eis, sorgte in der 23. Minute ebenfalls per Überzahltor für den 1:1-Ausgleich. GEG-Torhüter Oliver Nilges hatte keine Chance. Die Rheinstädter waren nun das tonangebende Team, wussten jedoch ihr Chancenplus nicht in Zählbares umzumünzen. Stattdessen gelang es dem quirligen Kai Weber in der 34. Minute nach einer Neusser Unachtsamkeit einen Konter einzuleiten, welchen Max Parschill zum etwas schmeichelhaften 2:1 verwandeln konnte (34.). Die knappe Grefrather Führung sollte bis zur zweiten Pause Bestand haben, so dass der überwiegende Teil des Publikums das Team von der Niers mit anerkennendem Beifall in die Kabine verabschiedete.
 
Entgegen der Befürchtung, den blau-gelben Minikader würden nun im Schlussabschnitt die Kräfte verlassen, bot Grefrath dem Regionalligisten weiter Paroli. Trotz zahlreicher Versuche fanden die Gäste aus der Quirinus-Stadt einfach kein Mittel gegen die konzentriert arbeitende Phoenix-Defensive oder scheiterten am erneut souveränen Oliver Nilges im Tor der GEG. Sollte sich etwa eine große Überraschung anbahnen?

Mit jeder verstreichenden Minute verloren die allmählich verzweifelnden Neusser ein Stück ihrer Geduld. Eine Niederlage war sicher nicht das, was man sich für die Begegnung beim “kleinen Nachbarn” vom Niederrhein vorgenommen hatte. Neuss musste kommen und ging jetzt seinerseits mehr Risiko ein. Anstatt den Ausgleich hinzunehmen, war es aber erneut das von GEG-Trainer Karel Lang taktisch offenbar optimal eingestellte Team, das jubeln durfte: Christian Robens hatte mit seinem Tor in der 55. Minute die Vorentscheidung erzielt. Zwar setzte Neuss in der Schlussminute noch einmal alles auf eine Karte und ersetzte Torhüter Ken Passmann durch einen weiteren Feldspieler. Lukas Bisels Treffer zum 4:1 ins leere Tor machte den Grefrather Überraschungssieg jedoch perfekt.
 
Entsprechend groß fiel nach der Schlusssirene der Grefrather Jubel aus. Nach der obligatorischen “Humba” für das gesamte Team durfte Goalie Oliver Nilges erst nach einem “Tänzchen” für die skandierenden Fans vom Eis.
 
Als vorläufiger Tabellenführer freut man sich bei der GEG nun auf das bevorstehende letzte Heimspiel der Saison gegen die EHC Troisdorf "Dynamite" e.V. (Sonntag, 04.03., 19:30 Uhr) und hofft, dass die Grippewelle bis dahin endlich abgeebbt ist.